Kaiser Wilhelm Apfel

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Doppelname: Wilhelmapfel
Beschreibung: Tafel – und Wirtschaftsapfel. Starker bis sehr starker Wuchs. Krone groß und breit. Holz frosthart. Gringe Ansprüche an Standort und Klima.
Historie:1864 in einem Gutsgarten bei Solingen gefunden und seit 1877 im Handel. Einst eine weitverbreitete Hauptsorte im ländlichen Obstbau.
Frucht: Fruchtfleisch gelblichweiß, fein saftig, gewürzt, etwas vorherschende Säure bei hohem Zuckergehalt.
Große, rundliche Frucht, weißgelbes Fruchtfleisch, unter der Schale leicht gerötet, fein, saftig, gut würzig und säuerlichsüß.
Fruchtgröße: groß
Fruchtfarbe: gelb – rot
Genußreife: Dezember – März
Baum: Außerordentlich starker Wuchs. Krone groß und breit. Langlebig, sehr gesund. Sehr frosthartes Holz. Später Ertragsbeginn, dann (wegen Alternanz) in jedem zweiten Jahr sehr hoch. Wenig Schädlingsbefall, etwas anfällig gegen Krebs.
Die Früchte sind nicht windfest, daher vor den Herbststürmen ernten.
Schöne rosafarbene, frostunempfindliche Blüte.
Standort: Anspruchslos an Boden und Klima, in windgeschützten Lagen noch bis 600 Meter Höhe anbaufähig.
Pollenspender:
Besondere Hinweise: Wertvoller, gut zu lagernder Tafelapfel, sehr wüchsig und gesund.
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Kaiser-Wilhelm Apfel
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Namensgeber:
Carl Hesselmann
wurde am 09.09.1830 in Menden bei Mülheim/Ruhr geboren. Er studierte im Lehrerseminar in Xanten und unterrichtete ab dem 14.02.1861 als Lehrer an der Volksschule in Witzhelden.
Am 01.05.1893 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand.
Er starb am 25.03.1902 in Witzhelden.Die beste und schönste Apfelsorte im Bergischen Land fand er 1864 in Haus Bürgel bei Monheim. Da dieser wohlschmeckende Apfel allen Autoritäten in Deutschland noch unbekannt war, kam ihm der Gedanke, diesen wahrhaft majestätischen Apfel mit einem kaiserlichen Namen zu krönen. Er holte sich handschriftlich beim Kaiser die Genehmigung ein, diesen Apfel „Kaiser Wilhelm“ zu nennen. Fürst Pückler vom Königlichen Hofmarschall-Amt in Berlin teilte Hesselmann mit Brief vom 16.12.1875 mit, dass sich der Kaiser über die ihm zugesandten Äpfel sehr gefreut habe und damit einverstanden sei, dieser Apfelsorte den Namen „Kaiser Wilhelm“ zu geben. Das Bäumchen, das Hesselmann dem Kaiser angeboten habe, möge er an Hofgärtner Kindermann auf Babelsberg bei Potsdam senden. Der erfreute Kaiser schickte dem Witzheldener Schulmann zum Dank eine gerahmte Fotografie mit eigenhändiger Unterschrift
Quelle: http://www.witzhelden-web.de/Geschichte/Personlichkeiten/Carl_Hesselmann/carl_hesselmann.html

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