Bosc’s Flaschenbirne

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Synonyme: Kaiser Alexanderbirne, Kaiserkrone
Historie: Erste Hinweise von 1793 . In Deutschland ist Bosc´s Flaschenbirne seit 1810 bekannt und sehr viel unter dem Namen Kaiser Alexanderbirne verbreitet worden.
Genußreife: Ende Oktober bis Mitte November
Frucht: sehr große, flaschenförmige, aromatische Tafelbirne, die mit braunem Rost überzogen ist.
Baum: reichtragend, schorffrei, braucht aber einen frostharten Stammbildner.
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Geschichte: Soll eine Züchtung des berühmten belgischen Birnenzüchters van Mons sein, von dem sie Diel 1810 erhielt. Sie soll ursprünglich „ d'“ geheißen haben und schon um 1700 in der berühmten Kartäuser-Baumschule bei Paris bekannt gewesen sein. In „Birnsorten“ ist diese französische „Bosc“ wie Diel falsch gelesen hat, abgebildet, ist aber dem Bilde nach bestimmt nicht unsere Boscs Flaschenbirne. Diel hat sie später auch als Kaiser Alexander abgegeben. Deshalb heißt sie auch Kaiserkrone und Alexanderbirne. Sie wird bei uns auch mit der ihr ähnlichen, aber früher reifenden „Marianne“ verwechselt. Aber auch die „Feigenbirne“ habe ich schon als „Flaschenbirne“ angetroffen. Als Calebasse Bosc ebenfalls sehr bekannt.
Beschreibung: Meist flaschenförmig, 70 Millimeter breit, 90 bis 100 Millimeter hoch, der Bauch sitzt näher dem Kelch, nach dem Stiel verjüngt sie sich stark und endigt mit kegelförmiger Spitze. Kelch offen, kurzblättrig, dunkelbraun, sitzt in flacher, mit leichten Erhabenheiten umgebener Einsenkung. Stiel ziemlich lang, geboten, braun, teils wie aus der Frucht gezogen, teils schwach vertieft sitzend. Schale hellgrün, später hellgelb, fast gänzlich zimtfarbig berostet, dazwischen hellbraun punktiert. Fleisch gelblichweiß, sehr saftig, zuckersüß und gewürzt, Kernhaus stark hohlachsig, Kammern geräumig, mit vielen gut entwickelten Samen.
Befruchtungsverhältnisse: Guter Pollenbildner. Spätblühend.
Reife. Baumreif: Mitte Oktober, muss sie nach 3 bis 4 Wochen verbraucht werden, sonst geht sie in Fäulnis über. Wird sie vor der Reife gepflückt, so verlängert sie ihre Haltbarkeit.
Eigenschaften des Baumes: Dieser wächst schon in der Baumschule unschön, trägt seine langen Jahrestriebe nicht aufrecht. Der Wuchs ist auch in späteren Jahren immer ein hängender, und die Krone muss in der Jugend durch den Schnitt geformt werden. An den Boden stellt er nur geringe Ansprüche, er gedeiht auch noch in raueren Lagen und ist besonders frosthart. Er will ungehindert wachsen und ist deshalb für kleinere Formen wenig geeignet; Hoch- und Halbstamm sind seine besten Formen, der Wildling ist seine richtige Unterlage.
Eignung der Frucht: Eine der bekanntesten Marktfrüchte, die immer ihre Abnehmer findet; ist auch gute Einmachfrucht.
Gute Eigenschaften: Dach auch der Hochstamm in Birnenlagen nur gleichmäßig
ausgebildete Früchte hervorbringt und der Baum so widerstandsfähig ist, verdient diese Birne noch weitere Empfehlung.
Quelle: Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit“ 1935-1956 – Tafel 029
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